Verweigert der Versicherer Ihnen eine Leistung aus Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung?

Bei der Leistung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es oftmals um die wirtschaftliche Existenz des Versicherten. Fällen der Berufsunfähigkeit widmen wir uns daher mit besonderem persönlichen Engagement.

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Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) spielt eine wichtige Rolle im Bereich der Versicherungen. Umso wichtiger ist, was zu tun und zu beachten ist, wenn der Versicherungsfall eintritt. Im Folgenden möchten wir Ihnen aufzeigen, was eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist, welchen Sinn und Zweck sie hat und wie sie gesetzlich geregelt ist. Wann und wie leistet Sie? Wie verhält man sich im Versicherungsfall? Wo könnten Probleme, respektive rechtliche Fallstricke liegen.

Gesetzliche Regelung

Bis zum Inkrafttreten des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) 2008 bestand keine ausdrückliche gesetzliche Regelung für Versicherungsverträge, die das Risiko einer Beeinträchtigung der Fähigkeit, einen bestimmten Beruf – bzw. Tätigkeit – auszuüben, abdecken sollen. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) ist die Berufsunfähigkeitsversicherung sowohl in Form der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ), die zusammen mit der Hauptversicherung abgeschlossen wird, als auch in Form der selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) der Lebensversicherung zuzurechnen. Diese bisherige Rechtsprechung ist nun Gesetz geworden. Gemäß § 176 VVG sind rechtliche Regelungen (§§ 150-170 VVG), die an den Begriff der Lebensversicherung anknüpfen, auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung entsprechend anzuwenden, soweit die Besonderheiten dieser Versicherung nicht entgegenstehen.

Welchen Sinn und Zweck hat eine BUV?

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung geht es für den Versicherungsnehmer (VN) um die Absicherung seines Einkommens bei Verlust der Berufsfähigkeit. Damit geht es um die wirtschaftliche Existenzgrundlage für den Versicherten und seine Familienangehörige. Die Berufsunfähigkeitsversicherung stellt damit eine Arbeitskraftabsicherung dar.

Wann leistet die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Diese erhebliche Bedeutung der Berufsunfähigkeitsversicherung war Anlass für den Gesetzgeber, Kernprobleme dieses Versicherungszweiges gesetzlich zu regeln (§§ 172 – 177 VVG). Danach leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung nur, wenn eine bedingungsmäßige Berufsunfähigkeit vorliegt. Berufsunfähig ist, wer seinen zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechendem Kräfteverfall ganz oder teilweise voraussichtlich aus Dauer nicht mehr ausüben kann, § 172 Abs. 2 VVG. Die BUV leistet wegen jeder gesundheitlichen Einschränkung. Gleichgültig, was geschehen ist.

Können Sie nur noch „zur Hälfte“ arbeiten, gibt es die Berufsunfähigkeitsrente. Sie dürfen sich jedoch nicht absichtlich selbst verletzen. Auch im Falle eines Krieges oder eines Einsatzes von Massenvernichtungswaffen, greift die BUV nicht.

Personen- und Summenversicherung

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung handelt es sich in beiden Formen (BUZ und SBU, siehe oben) um eine Personenversicherung. In beiden Formen ist sie Summenversicherung und damit unabhängig vom Nachweis beispielsweise eines Schadens, insbesondere einer Einkommenseinbuße. Die Versicherung ist also eine sogenannte Versicherungssumme. Die Versicherungsgesellschaft darf die Berufsunfähigkeitsrente daher nicht etwa kürzen, weil der Versicherte noch weitere, andere Geldleistungen erhalte. Gemäß § 172 VVG sind bei Eintritt der Berufsunfähigkeit daher die vereinbarten Leistungen zu erbringen. Der Versicherungsnehmer bekommt also die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente in der Höhe, wie sie mit dem Versicherer in dem Versicherungsvertrag vereinbart wurde. Alles weitere regeln die Versicherungsbedingungen (AVB) im Einzelnen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist mithin von einem tatsächlichen Einkommensverlust unabhängig zu verstehen.

Bundesweite Beratung und Vertretung durch Jöhnke & Reichow

Die Rechtsanwälte der Kanzlei Jöhnke & Reichow beraten und vertreten Versicherte bundesweit. Damit sind wir unabhängig von regionalen Mandaten. Auch wenn Sie in anderen Städten wohnen und aus anderen Bundesländern kommen, dieses stellt heutzutage keine Barriere. Wir beraten Sie telefonisch und gern auch per Video, wenn dieses gewünscht ist. Damit haben Sie jederzeit ein persönliches und vertrauensvolles Verhältnis zu Ihrem Rechtsanwalt.

Wir vertreten Sie gerichtlich ebenfalls bundesweit. Die Rechtsanwälte der Kanzlei Jöhnke & Reichow reisen zu allen bundesweiten Gerichten. Auch hier stellen regionale Entfernungen keine Barriere mehr dar. Sie können sich jederzeit vertrauensvoll in unsere Beratung begeben.

Informationen zum Verfahrensablauf und zur rechtlichen Vertretung

Wie läuft ein Leistungsantrags-Verfahren bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ab? Was ist bei einem Leistungsantrag zu beachten und wann benötigen Sie eine rechtliche Vertretung? Was bedeutet das Nachprüfungsverfahren? Wie läuft ein Prozess gegen die Berufsunfähigkeitsversicherung ab? Im Nachfolgenden können Sie die Details zu diesen Fragen einsehen:

Weitere Versicherungen zur Arbeitskraftabsicherung

Im Bereich der Arbeitskraftabsicherung gibt es noch weitere Versicherungen, zu welchen Sie nachfolgende Informationen finden können:

Für Rückfragen stehen Ihnen die Rechtsanwälte der Kanzlei Jöhnke & Reichow jederzeit gern zur Verfügung. Für rechtliche Unterstützung können Sie jederzeit gern ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren. Nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf unter 040-34809750 oder senden Sie uns eine E-Mail an mailto:info@joehnke-reichow.de

 

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