Berufsunfähigkeit – Welcher Beruf ist versichert? Worauf ist im Leistungsfall zu achten?

Viele Versicherte und Versicherungsmakler stellen sich die Frage, welcher Beruf im Rahmen der Berufsunfähigkeitsversicherung eigentlich versichert ist. Aufgrund des Namens „Berufsunfähigkeitsversicherung“ wird schnell suggeriert, dass nur „ein Beruf“ versichert ist. Doch ist das wirklich so? Oder kommt es vielmehr auf die tatsächlichen Tätigkeiten des Versicherten an?

Für die Frage, welcher Beruf im Berufsunfähigkeitsverfahren versichert ist, ist ein Blick in das Vertragswerk nebst Versicherungsbedingungen unabdingbar.

Ein Blick in das Bedingungswerk gibt Antworten!

Die dem Vertragswerk zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen stellen darauf ab, ob der Versicherte während der Dauer der Versicherung berufsunfähig wird. So dann wird die Berufsunfähigkeit definiert. Dabei muss der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen unfähig sein, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die – sollte eine Verweisung vereinbart worden sein – u.a. seiner „bisherigen“ Lebensstellung entspricht. Zu dem Begriff „Ausübung eines Berufes“ stellt der Versicherer auf einen gewissen Zeitraum ab, der so dann geprüft wird. Darüber hinaus wird der Versicherte in dem Leistungsantrag gefragt, welche „Tätigkeiten“ er ausgeübt hat.

Fehler im Leistungsantrag rächen sich!

Fraglich ist weiterhin, was der Versicherte nun in seinem Leistungsantrag gegenüber dem Berufsunfähigkeitsversicherer hinsichtlich der ursprünglich ausgeübten Tätigkeiten angeben soll. Zunächst muss dem Versicherten klar sein, dass er die Beweislast für das Vorliegen der Berufsunfähigkeit trägt. Dabei schuldet der Versicherte ebenfalls umfassende Tätigkeitsnachweise. Dabei hat er entsprechende Tätigkeiten anzugeben, die er vor dem Eintritt der Berufsunfähigkeit ausgeübt hat.

Oft haben Versicherte Schwierigkeiten mit dem Leistungsantrag

Der Leistungsantrag stellt sich meist als sehr schwierig heraus und Versicherte fühlen sich oft „alleine gelassen“. Schnell wird deutlich, dass kompetente Unterstützung von Nöten ist. Das Aufsuchen eines Spezialisten ist auch anzuraten, denn mit dem Leistungsantrag beginnt das „BU-Verfahren“. Fehler in dem Leistungsantrag sind nur schwer zu korrigieren.

Einen weitergehenden Beitrag zu dieser Thematik finden Sie hier.

Leistungsablehnung des Versicherers liegt schon vor?

Hat der Berufsunfähigkeitsversicherer bereits den Leistungsantrag des Versicherten abgelehnt, so sollten die Ansprüche des Versicherten unbedingt zeitnah von einem spezialisierten Rechtsanwalt im Versicherungsrecht überprüft werden.

Bei allen rechtlichen Problematiken rund um das Thema „Berufsunfähigkeitsversicherungen“ berät und unterstützt Sie die Kanzlei Jöhnke & Reichow gern. Rufen Sie uns einfach kurz an. Der Erstkontakt ist kostenlos. Gern planen wir mit Ihnen eine Strategie um Sie bei der Anspruchsdurchsetzung gegenüber der Versicherung zu unterstützen.

Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke

Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB