Profisportversicherung: Jöhnke & Reichow erwirkt für Versicherungsnehmer die Zahlung einer hohen Vergleichssumme von der Arch Insurance Company (Europe) Limited

Die Hamburger Kanzlei Jöhnke & Reichow erwirkt in einem außergerichtlichen Leistungsverfahren „Profisportversicherung“ (genauer: Krankentagegeldversicherung) für den Mandanten die Zahlung einer beträchtlichen Vergleichssumme an den Mandanten durch die Arch Insurance Company (Europe) Limited.

Britisches Konsortium leistet zunächst eine „Teil-Auszahlung“

Der Mandant war als Profifußballer tätig. In den Jahren 2012 und 2014 hatte dieser Leistenverletzungen mit Operationen, die den Versicherern zu Beginn des Versicherungsvertrag angezeigt wurden. Im Oktober 2016 meldete der Versicherte eine nach seinen Angaben durch einen Unfall hervorgerufene Leistenverletzung seiner Versicherung, nämlich dem britischen Konsortium, zu dem die Arch Insurance Company (Europe) Limited / Lloyd’s Versicherer London gehören, für einen bestimmten Zeitraum Leistungen aus seiner Krankentagegeldversicherung für Profifußballer, da ihm das Nachgehen der Tätigkeit als Fußballprofi, bzw. Fußballspieler nicht mehr möglich war und dadurch bedingungsgemäß arbeitsunfähig war. Lediglich eine „Teil-Auszahlung“ hatte der Mandant von den Versicherern erhalten. Einen Grund für die Abrechnung nur dieses einen Zeitraumes war dem Abrechnungsschreiben jedoch nicht zu entnehmen gewesen.  Nach Auffassung der Kanzlei Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte war der Versicherungsnehmer jedoch auch in einem weiteren Zeitraum bedingungsgemäß arbeitsunfähig. Dieser Zeitraum wurde jedoch von den Versicherern nicht reguliert.

Rechtliche Würdigung der Kanzlei Jöhnke & Reichow

Die Kanzlei Jöhnke & Reichow hatte die Versicherer darauf hingewiesen, dass der Mandant bedingungsgemäß arbeitsunfähig war und machte im Namen des Mandanten die Leistungen für einen weiteren Zeitraum wegen Arbeitsunfähigkeit aus der Sportversicherung hinsichtlich Krankentagegeldleistungen geltend. Entsprechende Atteste haben vorgelegen, so die Kanzlei. Das britische Konsortium habe außergerichtlich jedoch nur einen Teil reguliert und damit außergerichtlich die vertraglich geschuldete Leistung aus dem Versicherungsvertrag schuldhaft nicht erbracht.

Die Auffassung der Versicherer

Die Versicherer waren nach Prüfung der Beweise und nach Erörterung der Angelegenheit um die Arbeitsunfähigkeit der Mandantschaft mit einem unabhängigen medizinischen Sachverständigen, der auch die Krankenakten des Versicherten geprüft haben soll, nicht der Ansicht, dass der Versicherte die Voraussetzungen für die Leistungen aus der Sportversicherung erfülle. Die Verletzungen des Profifußballers waren der unabhängigen medizinischen Meinung des Sachverständigen des Konsortiums zufolge nicht auf Nervenprobleme zurückzuführen gewesen, sondern auf ein schon bestehendes Problem mit den Bauchwandmuskeln des Mandanten, das erstmals 2012 auftrat. Etwaige Nervenprobleme wurden nach Ansicht des Sachverständigen durch die Behandlung behoben. Nervenprobleme in der Leiste hätten jedenfalls nicht traumatisch aus einem bestimmten Ereignis während des Trainings entstehen können, so der Sachverständige der Versicherer. Die Schmerzen waren nach dessen Ansicht auf die früheren Operationen des Versicherten im Jahr 2012 und 2014 zurückzuführen. Darüber hinaus deuteten die Krankheiten nicht darauf hin, dass während der Versicherungszeit etwas Unerwartetes oder Plötzliches passierte, so das britische Konsortium.

In Anbetracht dieser Ausführungen war das Konsortium nicht der Ansicht, dass die Mandantschaft die Anforderung erfüllte, dass eine Verletzung „durch einen Unfall verursacht wurde“, d.h. ein „einmaliges plötzliches und unerwartetes Ereignis… zu einem feststellbaren Zeitpunkt und Ort während der Versicherungszeit“.

Aus diesen Gründen kam das Konsortium zu dem Ergebnis, dass der Anspruch des Versicherten auf Leistungen aus der Sportversicherung nicht gedeckt war. Bereits geleistete Zahlung hätten von den Versicherern zudem zurückverlangt werden können. Doch darauf hatte das Konsortium ohne Anerkennung einer Rechtspflicht in Bezug auf die Deckung unter der Police verzichtet und in Absicht einer zügigen Beendigung des außergerichtlichen Leistungsverfahrens der Mandantschaft eine sehr geringe Vergleichssumme angeboten. Die Kanzlei Jöhnke & Reichow lehnte im Namen der Mandantschaft dieses Angebot jedoch ab.

Britisches Konsortium zahlt hohe Vergleichssumme

Die Versicherer hatten sich demnach außergerichtlich auf das Bestehen von Deckungslücken berufen. Der Versicherungsmakler, der der Mandantschaft diesen Versicherungsvertrag vermittelt hatte, wäre nach Auffassung der Kanzlei Jöhnke & Reichow dazu verpflichtet, den Versicherten auf diese Deckungslücken hinzuweisen. Unter Beachtung dieser Umstände kam es dann zu Vergleichsverhandlungen zwischen dem Konsortium und der Kanzlei Jöhnke & Reichow im Auftrag des Mandanten.

Letztendlich konnte im Rahmen der außergerichtlichen Verhandlungen mit dem Konsortium die Zahlung einer beträchtlichen Vergleichssumme durch die Arch Insurance Company (Europe) Limited an die Mandantschaft erwirkt werden. Die hohe Vergleichssumme stellte eine sehr gute Lösung für den Versicherten dar, so dass diese Angelegenheit erfolgreich und wunschgemäß erledigt werden konnte.

Fazit zu dem Leistungsverfahren

Die Kanzlei Jöhnke & Reichow freut sich, dass für den Mandanten die Zahlung einer beträchtlichen Vergleichssumme herausgeholt werden konnte. Die außergerichtliche Verhandlung über die Ansprüche der Mandantschaft hat gezeigt, dass bei einer konstruktiven Auseinandersetzung auch mit ausländischen Versicherern und einer guten Verhandlung in Sportversicherungsangelegenheiten unzureichende Darlegungen aufgedeckt und dadurch die zunächst teilweise geleistete Zahlung durch die Versicherer aus dem Versicherungsvertrag fast vollständig erwirkt werden kann, respektive Vergleichslösungen erarbeitet werden können.

Hilfe von Spezialisten für Berufsunfähigkeit

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Fachanwälte für Versicherungsrecht der Kanzlei Jöhnke & Reichow

Die Kanzlei Jöhnke & Reichow verfügt über Fachanwälte für Versicherungsrecht, welche in allen Stadien Versicherungsverfahren / Leistungsverfahrens Versicherte unterstützen können. Dabei wird eine bundesweite Vertretung garantiert. Ihr persönlicher Fachanwalt für Versicherungsrecht wird Sie gern beraten und mit Ihnen zusammen eine Strategie entwickeln Ihre berechtigten Ansprüche gegenüber der Versicherung bestmöglich durchzusetzen.

Sie erreichen die Kanzlei unter 040-34809750 oder info@joehnke-reichow.de. Auch stehen Ihnen im News-Bereich der Kanzlei auf der Webseite viele wichtige Informationen zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Kontakt!

 

Weitere Informationen und Rechtsprechungen haben wir für Sie unter „Versicherungsrecht“ und themenspezifisch unter „Krankentagegeldversicherung“ zusammengefasst.

 

Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke
Fachanwalt für Versicherungsrecht
Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz
Fachanwalt für Informationstechnologierecht
Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB

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