Berufsunfähigkeit als Manager

Data-Science-Manager erhält Berufsunfähigkeitsrente wegen Depression

Ein langjährig international tätiger Data-Science-Manager erhält nach einer schweren depressiven Erkrankung seine Berufsunfähigkeitsrente wegen Depression. Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte unterstützten ihn dabei, seinen Leistungsantrag gegenüber dem Versicherer umfassend und nachvollziehbar zu begründen. Am Ende erkannte der Versicherer die bedingungsgemäße Berufsunfähigkeit an und zahlte die vereinbarte Rente auch Jahre rückwirkend aus.

Tätigkeit als Data-Science-Manager

Nach seiner Promotion durchlief der Versicherungsnehmer über mehr als zwei Jahrzehnte verschiedene Führungspositionen in den Bereichen Projekt- und Prozessmanagement sowie Data Science. Zuletzt übernahm er als Head of Data Science and Digital Technologies eine international ausgerichtete Führungsrolle mit Linienverantwortung.

Für seine Tätigkeit galt aufgrund des internationalen Einsatzes ausländisches Arbeitsrecht. Die Erwartungshaltung an ihn als Führungskraft war schlicht diejenige, die Arbeit unverzüglich und vollumfänglich erledigt zu bekommen, wobei der Aufwand dem Arbeitgeber gleichgültig war, solange die gesetzlichen Regelungen nicht nachweislich verletzt wurden. Eine tägliche Arbeitszeit von 10 Stunden war der Standardfall und nicht die Ausnahme; die Arbeitsbelastung war äußerst hoch. Dabei zeichnete sich seine Arbeit durch hohe Komplexität und Dynamik aus, auch wenn es konstante Themenbereiche und regelmäßige Aktivitäten gab.

Als Experte für IT und Digitalisierung mussten Kunden der höheren Hierarchiestufen davon ausgehen können, dass der Data-Science-Manager kurzfristig und nahezu ständig erreichbar war. Entsprechend nahm er Anrufe auch ungeplant und außerhalb der Kernarbeitszeiten entgegen und beantwortete dringende E-Mails. Diese Flexibilität war wegen unterschiedlicher Zeitzonen, insbesondere zur US-Westküste, wichtig; Anrufe wurden auch zu spontanen virtuellen Meetings genutzt. Überlappende Termine mussten priorisiert und nachgeholt werden, etwa durch spätere Anrufe oder das Durchsehen von Protokollen spät abends oder am Wochenende.

Im Tagesgeschäft musste der Data-Science-Manager zunächst eine Übersicht über kurzfristige Aufgaben gewinnen, indem er E-Mails und den Anrufbeantworter checkte und bei Bedarf direkt reagierte, etwa bei krankheitsbedingten Vertretungsregelungen. Anfragen von Vorgesetzten mussten häufig sehr zeitnah per Anruf, E-Mail oder Präsentation adressiert werden, wobei die Herausforderung darin bestand, schnell zu erfassen, was dringend und wichtig war. Daneben informierte der Data-Science-Manager zahlreiche Stakeholder aus anderen Abteilungen und übernahm die Planung bei personellen Ausfällen. Er steuerte zudem einen externen Berater, besprach den Hilfebedarf sowie neue Ergebnisse und traf bei Entscheidungsbedarf selbst Entscheidungen oder leitete diese an die zuständige Stelle weiter.

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Berufsunfähigkeitsrente wegen Depression

Im November 2022 erlitt der Data-Science-Manager einen psychischen Zusammenbruch nach einer prolongierten beruflichen Stressphase. Die anschließend diagnostizierte depressive Erkrankung äußerte sich in gedrückter Grundstimmung mit Grübeln, Problematisieren, Negativismus, Zukunfts- und Versagensängsten, Anspannung und Schlafstörungen; Konzentration und Ausdauer waren gemindert, verbunden mit permanenten Erschöpfungsgefühlen und Schwierigkeiten, sich zu motivieren und zu konzentrieren.

Trotz ambulanter Psychotherapie und einer stationären Rehabilitationsmaßnahme besserte sich der Zustand nicht nachhaltig. Auch Jahre später bestanden die initial geklagten Beschwerden weiterhin, denn eine Restsymptomatik mit fortgesetzter gedrückter Stimmung, Ängsten, Störungen des Antriebs und der Motivation, Grübeln, Erschöpfung und Reizbarkeit bestand trotz Therapien fort und schränkte ihn deutlich ein.

Die Erkrankung wirkte sich gravierend auf die berufliche Leistungsfähigkeit aus. Eine vollschichtige oder auch nur teilschichtige Ausübung der Tätigkeit als Head of Data Science and Digital Technologies im bisherigen Anforderungsprofil war ihm aus medizinischen Gründen zu deutlich mehr als 50 Prozent nicht mehr möglich. Der Data-Science-Manager wandte sich daraufhin an Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte mit der Bitte um Unterstützung bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsrente (siehe hierzu auch Berufsunfähigkeitsrente beantragen).

Leistungsantrag mit Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte

Zunächst prüften Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte sämtliche vorhandenen Unterlagen, um eine fundierte Sachverhaltsanalyse vorzunehmen. Da eine Berufsunfähigkeit erst ab einem Grad von mindestens 50 Prozent anzuerkennen ist, kam der detaillierten Beschreibung der zuletzt ausgeübten Tätigkeit besondere Bedeutung zu. Gemeinsam mit dem Data-Science-Manager erstellten die Rechtsanwälte daher einen ausführlichen Tätigkeitsbericht, in dem ein typischer Arbeitstag in zuletzt gesunden Tagen wiedergegeben und die einzelnen Teilaufgaben mit ihrem zeitlichen Anteil an der Gesamttätigkeit dargestellt wurden.

Anschließend wurde der vollständige Leistungsantrag beim Versicherer eingereicht. Im weiteren Verlauf holte der Versicherer ergänzend ein medizinisches Gutachten ein, welches das Vorliegen der Berufsunfähigkeit wegen Depression bestätigte. Auf dieser Grundlage erkannte der Versicherer schließlich die Berufsunfähigkeit als Manager an und begann mit der Auszahlung der versicherten Berufsunfähigkeitsrente. Außerdem zahlte er die Berufsunfähigkeitsrente auch für den zurückliegenden Zeitraum der Berufsunfähigkeit und erstatte zugleich auch die während der Berufsunfähigkeit noch entrichteten Versicherungsbeiträge.

Hilfe durch Experten im Bereich Berufsunfähigkeitsversicherungen

Der zugrunde liegende Fall macht deutlich, dass es bereits bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsrente sinnvoll sein kann, direkt einen fachkundigen Rechtsanwalt aufzusuchen und sein Anliegen in qualifizierte Hände zu geben. Hierbei empfiehlt es sich, auf Rechtsanwälte zurückzugreifen, die auf dem Gebiet des Versicherungsrechts über langjährige Erfahrung verfügen. Gerne stehen hierfür auch Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte zur Verfügung. Weitere Informationen zu Berufsunfähigkeitsverfahren sind unter Berufsunfähigkeitsversicherung verfügbar.

Berufsunfähigkeitsrente beantragen?

Zum Autor: Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke

Rechtsanwalt Björn Thorben M. Jöhnke ist Partner der Kanzlei Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte und seit 2017 Fachanwalt für Versicherungsrecht. Während seiner Anwaltstätigkeit hat er bereits eine Vielzahl von gerichtlichen Verfahren im Versicherungsrecht geführt und erfolgreich für die Rechte von Versicherungsnehmern gestritten.

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Rechtsanwalt begleitet Data-Science-Manager erfolgreich bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsrente wegen Depression.