Erbansprüche des Kindes bei Auseinanderfall der rechtlichen und biologischen Vaterschaft

Als Kind hat man Erbansprüche gegenüber seinem Vater. Hintergrund ist das deutsche Verwandtenerbrecht. Wer aber ist „Vater“ im Sinne des Gesetzes. Hier können mehrere Personen in Betracht kommen: Der rechtliche Vater und der biologische Vater.

Rechtliche Vaterschaft entscheidet über das Erbrecht

Als Vater gilt grundlegend, wer zur Zeit der Empfängnis des Kindes Ehegatte der Mutter war. Dies gilt unabhängig davon, ob derjenige auch der biologische Vater ist. Stirbt nun derjenige, so stehen dem Kind daher auch Erbansprüche zu, unabhängig davon, ob der Verstorbene auch der biologische Vater war. Wollen sich die sonstigen Erben hiergegen wenden, so ist dies kaum möglich. Lediglich die Mutter wäre nach § 1600 BGB berechtigt die Vaterschaft anzufechten.

Anerkennung durch den biologischen Vater

Dem Kind können jedoch auch gegenüber seinem biologischen Vater Erbansprüche zustehen. Hierzu muss jedoch zunächst sein biologischer Vater auch zu seinem rechtlichen Vater werden. Dies entsteht durch Anfechtung der Vaterschaft des Ehemannes und Anerkennung der Vaterschaft des biologischen Vaters. Erst hierdurch entstehen dann entsprechende Erbansprüche.

Die Durchführung eines solchen Verfahrens ist jedoch rechtlich sehr schwierig. Betroffenen ist daher zu empfehlen sich an einen im Erbrecht spezialisierten Rechtsanwalt zu wenden. Gerne steht die Hamburger Kanzlei Jöhnke und Reichow Betroffenen zur Verfügung.

 

Rechtsanwalt Jens Reichow (Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht)

Jöhnke & Reichow Rechtsanwälte in Partnerschaft mbB